Ja zur Psychomotorik
Die Eltern sollen die Verantwortung für ihre Kinder wahrnehmen. Da stimme ich zu, und gerade deswegen stimme ich auch für die Stellenerweiterung in der Psychomotorik.
Ich kenne einige Eltern, die ihre Eigenverantwortung sehr wohl wahrnehmen und ein Elternteil ganz für die Kinder da ist. Trotzdem weist eines der Kinder ein Defizit im Bewegungsverhalten auf. Durch eine Psychomotorik-Therapie kann das Defizit aufgefangen werden, und das betreffende Kind kann sich wieder normal in eine Klasse integrieren und den geforderten Schulstoff bewältigen.
In Leserbriefen wurde geschrieben, die Schüler in Dietikon würden übertherapiert. Diese Aussage wird mit eindrücklichen Zahlen belegt, die aufzeigen sollen, dass hier viel mehr sonderpädagogische Massnahmen angewandt werden als im kantonalen Durchschnitt. Schaut man diese Zahlen genauer an, erkennt man, dass nur die Zahl aller Massnahmen bei Schülern deutlich höher ausfällt. In Dietikon wird häufiger zusätzlicher Deutschunterricht erteilt, dadurch kommen rund 2/3 der Differenz zum kantonalen Durchschnitt zustande. Der zusätzliche Deutschunterricht ist keine therapeutische Massnahme. Vergleicht man dagegen nur die therapeutischen Massnahmen, liegt die Zahl in Dietikon leicht über dem kantonalen Durchschnitt. Betrachtet man nur die Psychomotorik, liegt Dietikon sogar darunter! Diese Zahlen stammen aus der Bildungsstatistik des Kanton Zürich (im Internet abrufbar).
Ja zur Psychomotorik heisst Ja zur sinnvollen und frühzeitigen Förderung von Kindern mit Defiziten und Ja zur Verhinderung von viel teureren Folgekosten.
Christa Maag, Dietikon
Gemeinderätin EVP




