19.05.2008 | Presse / Leserbrief

Psychomotorik: In die Zukunft investieren

Thomas Wirth über die Gründe, warum sich die EVP Dietikon für die Zustimmung zur Vorlage über die Erweiterung des Stellenplans für Psychomotorsiche Therapie ausspricht.

Bei allem, wo «Psycho» vorne dran steht, ist man vermutlich schnell versucht zu denken: das ist wieder so eine Sache für Leute, die sich selber nicht helfen wollen, etwas, das Steuergelder kostet und nichts bringt.

 

Psychomotorik ist notwendig für Kinder, bei denen die Entwicklung in der Motorik gestört oder verzögert ist. Beispiel: ein Kind wirft auffallend häufig Gegenstände um, weil es die wahrgenommene Distanz nicht korrekt einschätzen kann. Es kann nicht wie andere beim Spielen, Springen und Klettern mitmachen. Es wird ausgelacht und zurückgelassen und leidet unter seiner ungenügenden Koordinations- fähigkeit. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass der Turnverein und das aktive Mitarbeiten der Eltern eine nötige Unterstützung der Therapie ist. Man kann hingegen nicht von einem Turnverein verlangen, dass er die Therapie ersetzt. Die Psychomotoriktherapie kann den betroffenen Kindern den nötigen Anstoss zur gesunden Entwicklung ihrer Bewegungsfähigkeit geben. Ein Jahr Wartezeit ist zu lang. Stimmen Sie deshalb ja zur Stellenerweiterung am 1. Juni.

 

Thomas Wirth

Gemeinderat EVP, Dietikon