Parteileitbild 2010 bis 2014

Das Leitbild enthält Themen, welchen in den kommenden vier Jahren besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Es ist als Richtlinie für die Öffentlichkeits- und Parlamentsarbeit unserer Behördenvertreter gedacht. Der Vorstand hat die Kompetenz dieses Arbeitspapier aus aktuellem Anlass anzupassen oder mit weiteren Themen zu ergänzen.

 

Das Parteileitbild 2010 – 2014 wurde anlässlich der Mitgliederversammlung vom 3. Dezember 2010 aktualisiert und verabschiedet.

 

Grundsätze

Die EVP ist grundsätzlich bestrebt, dass die Bewohnerinnen und Bewohner von Dietikon soweit wie möglich Eigenverantwortung übernehmen und unterstützt entsprechende Vorhaben. Dabei soll auch das Partizipieren der Bevölkerung an der Entwicklung der Stadt wie auch der Gesellschaft gefördert werden.

 

A Präsidialabteilung

A1

Gemeinsamer Versand von Wahlprospektmaterial durch die Stadtverwaltung, wie dies bereits in den meisten anderen Städten im Kanton Zürich üblich ist, z.B. in Schlieren, Winterthur, Dübendorf, Uster, Kloten und Urdorf.

 

A2

Das aktuelle Angebot zur Förderung der Jugendlichen, auch mit Angeboten während den Randstunden nach der Schule, wird laufend überprüft und den Bedürfnissen entsprechend angepasst. Sowohl eine aufsuchende Jugendarbeit (= aktiv auf der Strasse auf Jugendliche zugehen) wie auch ein Jugendcafé sollen angestrebt werden. Dabei soll die Möglichkeit geprüft werden, Zivildienstler einzusetzen.

 

A3

Die Abteilung Jugend und Sport unterstützt die Sicherheitsabteilung bei der Erarbeitung und Realisierung von Lösungen bei jugendbezogenen Problemen und beim Ergreifen von präventiven jugendbezogenen Massnahmen.

 

A4

Das Ausländerforum soll vermehrt in die Planung und Durchführung von Anlässen (z.B. auf dem Kirchplatz) einbezogen werden. Die Verantwortlichen des Ausländerforums treten mit ihren Anliegen an die Öffentlichkeit.

 

A5

Die administrativen Abläufe in der Verwaltung werden laufend optimiert und neuen Gegebenheiten oder Veränderungen zum Nutzen der Bewohnerinnen und Bewohner angepasst (Verbesserung der Dienstleistung und/oder Reduktion der Verwaltungskosten).

 

A6

Zur Erhöhung der Steuerkraft fördert der Stadtrat die Attraktivität von Dietikon mittels gezielten Massnahmen zur Ansiedlung von Firmen mit hochwertigen Arbeitsplätzen und steuerkräftigen Privatpersonen. Mit einem aktiven Stadt- und Wohnortmarketing und einer positiven Imagepflege werden die ergriffenen Massnahmen unterstützt.

Die Präsidialabteilung der Stadt informiert die Öffentlichkeit periodisch über Erfolge im Stadtmarketing und Wirtschaft (Zuzüge, Vertragsabschlüsse, etc.).

 

A7

Der Stadtrat und das Gemeindeparlament setzen sich für eine optimale öV- Anbindung im Gebiet SLS ein.

 

A8

Die Möglichkeiten von e-Government werden angestrebt und zum Vorteil der Benutzer wie auch der Verwaltung eingesetzt.

 

A9

Das Kulturangebot wird weiterhin vielfältig gestaltet und punktuell ausgebaut. Alternative Kulturangebote werden mit in das Angebot aufgenommen.

 

B Tiefbauamt / Gesamtplanung

B1

Bei der Erschliessung neuer Bauzonen müssen zuerst die bestehenden Bauzonen zu 90% aufgebraucht sein. Die Ausnützungsziffer soll nach Möglichkeit erhöht werden.

 

B2

Dem Umwelt- und Naturschutz wird bei Planung und Umsetzung eine hohe Priorität beigemessen.

 

B3

Der Verkehr ist in erster Linie auf bestehende Hauptachsen zu zwingen (Überlandstrasse, Bernstrasse und Autobahn). Mit der Umlenkung des Verkehrs auf die Überlandstrasse und die Autobahn wird eine «Umfahrung Nord» realisiert.

 

B4

Als verkehrsberuhigende Massnahme wird Tempolimite 30 auf weitere Wohnquartiere ausgedehnt. Die Realisierung soll mit einfachen baulichen Massnahmen (z.B. Versetzen von Parkplätzen, keine Schwellen) erfolgen. Dem Schleichverkehr ist mittels lenkenden Massnahmen und Kontrollen dezidiert entgegenzuwirken.

 

B5

Beim Ausbau des Fahrradwegnetzes sind offene Lücken (auch in Industriegebieten) rasch zu schliessen sowie problematische Punkte zu sanieren und zu entschärfen. Besondere Aufmerksamkeit ist dabei der Entflechtung des Velo- und Fussgängerverkehrs auf den Trottoirs zu schenken.

 

B6

Stadt- und Gemeinderat setzen sich gemeinsam gegen den Bau des Cargo Gateway-Terminals beim Rangierbahnhof ein.

 

B7

Der öffentliche Verkehr wird weiter gefördert, z. B. Realisierung der Stadtbahn Limmattal (bevorzugte Streckenführung: Zürcherstrasse / Badenerstrasse, via Bahnhof Dietikon zur Anbindung von möglichst vielen Verkehrsteilnehmern), und laufend den neuen Gegebenheiten angepasst und optimiert.

 

B8

Gemischte Bauzonen werden gefördert, damit sich die Arbeitswege zwischen Wohngebieten und Arbeitsstätten verkürzen.

 

B9

Ausbau und Anpassung der Infrastrukturen sollen mit der Zunahme der Wohnbevölkerung Schritt halten und frühzeitig geplant und realisiert werden.

 

C Hochbauamt

C1

Umweltfreundliche Energiesysteme werden bei langfristig vertretbarer Wirtschaftlichkeit gefördert.

 

C2

Einsatz und Nutzung von erneuerbarer Energie (z. B. Solarenergie) wird gefördert.

 

C3

Der Stadtrat setzt sich für eine bedarfsgerechte sowie ausgewogene Bauentwicklung ein. Dabei sind die Charaktere einzelner Quartiere zu schützen und zu erhalten.

 

C4

Der Stadtrat nimmt Einfluss auf die Entwicklung und Erhaltung von Wohnräumen, damit sie für eine gut durchmischte Bevölkerung attraktiv sind.

 

C5

Unterstützung von Initiativen zum Bau von familienfreundlichen Wohnungen mit passender Infrastruktur.

 

C6

Innovative und neue Baustile sind im Einklang mit der Umgebung zuzulassen.

 

D Werke

D1

Bei Versorgungs- und Entsorgungsgebühren wie Abfall, Wasser, Strom, Erdgas, Abwasser usw. soll für die Preisgestaltung das Verursacherprinzip angewendet werden. Bei der Sanierung von Altbauten kommt ein sinnvolles Preis-/Leistungsverhältnis zur Anwendung.

 

D2

Das Fernwärmenetz soll ausgebaut werden.

 

D3

Förderung von erneuerbaren Energien (Holz, Solar, Erdwärme, Biogas, Wind usw.).

 

D4

Energiesparende Massnahmen werden gefördert, es werden entsprechende Anreize dafür geschaffen.

 

D5

Die Aktivitäten zur Beibehaltung des Labels Energiestadt werden ausgebaut (Bezug von Ökostrom in öffentlichen Gebäuden usw.).

 

D6

Einem Ausbau der Kehrichtsverbrennungsanlage (KVA) soll nur bei Kapazitätsengpässen des Limecoverbandes zugestimmt werden. Dabei ist zu beachten, dass sich das KVA auf dem modernsten technischen Stand befindet und kein zusätzlicher Fremdabfall anfällt.

 

E Finanz

E1

Einmalige und wiederkehrende Ausgaben sollen durch neue oder bestehende Einnahmen gesichert werden. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass die Nettoverschuldung in tragbarem Verhältnis zu den Steuereinnahmen steht.

 

E2

Sparmöglichkeiten initiieren, die dem Gesamtwohl der Bevölkerung dienen, jedoch nicht zum Nachteil einzelner Bevölkerungsschichten.

 

E3

Unterhalt und Sanierungen der gemeindeeigenen Liegenschaften sind zur Werterhaltung oder Wertsteigerung und auch im Sinne eines repräsentativen Ortsbildes auszuführen. Energiesparende und alternative Heiz- und Gebäudetechniken sind einzusetzen.

 

E4

Beim Bezug oder Erbringen von Leistungen von oder für regionale Organisationen ist auf die korrekte Abgeltung von/für Dietikon zu achten.

 

E5

Neubeurteilung von Gebühren der Stadt Dietikon.

 

F Sicherheit

F1

Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer untereinander durch geeignete Massnahmen weiterhin fördern und umsetzen. Einhaltung der Verkehrsvorschriften regelmässig überprüfen. Gegen Fehlbare konsequent vorgehen. Die Verkehrssicherheit ist durch geeignete Massnahmen zu fördern.

 

F2

Entflechtung von öffentlichem und privatem Verkehr initiieren. Es ist eine flüssige Verkehrsführung für alle Verkehrsbeteiligten durch die verkehrsstarken Achsen anzustreben (Phasenoptimierung der Lichtsignalanlagen), bei gleichzeitiger Entlastung des Zentrums.

 

F3

Lärmbekämpfungsmassnahmen werden in allen Bereichen unterstützt (Strassen- und Luftverkehr, Bahn- und Industrieanlagen). Regionale Zusammenarbeit anstreben.

 

F4

Sachbeschädigung durch Vandalismus, Littering und andere Umweltverschmutzungen müssen konsequent verfolgt und eingedämmt werden. Neue Möglichkeiten der Abschreckung suchen und kommunizieren.

 

F5

Die EVP setzt sich für eine verkehrsfreie Fussgängerzone (zwischen Kirchplatz und Kroneplatz) ohne Durchgangsverkehr ein.

 

F6

Weiterhin gute Präsenz der Stadtpolizei inkl. Partnerorganisationen in allen Stadtteilen, insbesondere an neuralgischen Punkten. Bürgernähe pflegen.

 

F7

Der Bahnhofplatz soll zu jeder Tageszeit sicher begehbar sein. Sauberkeit sicherstellen. Gastfreundliche Betriebe z.B. Gartencafés werden gefördert.

 

F8

Unterführungen sollen sauber, hell gestrichen und gut beleuchtet werden (vandalismussicher).

 

F9

Möglichkeiten suchen, um die Zivilschutzräume mit einfachen, geeigneten Massnahmen der Jugendarbeit und anderen Organisationen zur Verfügung zu stellen.

 

G Sozialamt

G1

Unterstützung von Initiativen zum Bau von Alterswohnungen und Alterswohngemeinschaften mit passender Infrastruktur.

 

G2

Förderung und Unterstützung von privaten Interessengemeinschaften und Selbsthilfeorganisationen wie Mutter-Kind-Treffen, Spielgruppen, Seniorenselbsthilfegruppen etc.

 

G3

Erhaltung einer sozial gestalteten Tarifpolitik beim Hortwesen sicherstellen.

 

G4

Beschäftigungsprogramme für Langzeitarbeitslose laufend den aktuellen Gegebenheiten anpassen.

 

G5

Weiterbildungs- und Förderprojekte für Arbeitslose.

 

G6

Das Sozialamt fordert und begleitet aktiv die Integration von Arbeitslosen in das Berufsleben. Ebenso fordert und stärkt es die Selbstverantwortung der Sozialhilfe-Empfänger.

 

G7

Bekämpfung von Sozialmissbräuchen.

 

G8

Fördern und fordern der Reintegration von in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkten Personen in den Arbeitsprozess.

 

G9

Förderung der Zusammenarbeit und der Vernetzung der verschiedenen Stellen im Sozialbereich.

 

G10

Förderung der Dienste der Spitex inkl. Kinder-Spitex.

 

G11

Integration von Fremdsprachigen fördern und fordern (z.B. Deutschkurse). Vermeiden des Entstehens von Parallelgesellschaften.

 

G12

Die Familienberatung in Kindererziehungsangelegenheiten und die Verantwortlichkeit der Eltern fördern.

 

H Gesundheitsamt

H1

Überwachung und regelmässige Leerung von Entsorgungs- und Recycling-Stellen; Kompostierung fördern. Sammlung und Abfuhr von organischen Abfällen (Küchenabfällen) anbieten.

 

H2

Kreative Massnahmen für eine saubere Stadt einführen und umsetzen. Büssen von Abfallsündern.

 

H3

Pro Jahr ein bis zwei kostenlose Sammlungen von Sperrgut durchführen.

 

H4

Werterhaltende Renovation des Freibades Fondli.

 

I Schulwesen

I1

Förderung der Integration von fremdsprachigen Kindern an den Schulen unter Einbezug der Eltern, insbesondere durch Förderung der deutschen Sprache.

 

I2

Vermittlung von christlichen Grundwerten.

 

I3

Zielgerichtete und nachhaltige Anstrengungen in den Bereichen Drogen- und Suchtprofilaxe sowie Gewaltprävention unter Einbezug von externen Fachstellen unterstützen und fördern.

 

I4

Altersgerechte Sexualaufklärung. Entsprechende Weiterbildung für die Lehrpersonen.

 

I5

Freiwilliger Schulsport (u.a. Schwimmunterricht) fördern.

 

I6

Förderung von musischen Fähigkeiten.

 

I7

Im Unterricht werden moderne elektronische Hilfsmittel sinnvoll eingesetzt (PC, Internet, Lernprogramme, usw.).

 

I8

Unterstützen der Lehrpersonen bei Konfliktsituationen. Prioritäre Einführung der Schulsozialarbeit, sobald die gesetzlichen Grundlagen vorhanden sind.

 

I9

Schulpflege als Vermittlungsstelle für Lehrpersonen, Schulleitungen, Schüler und Eltern.

 

I10

Hochwertiges Angebot an Vorschulförderung (Spielgruppen).

 

I11

Sicherheit auf den Schulwegen beobachten und bei Bedarf Massnahmen initialisieren. Selbständiges Zurücklegen des Schulweges durch die Schülerinnen und Schüler fördern. Minimieren von Schülertaxifahrten.

 

I12

Schulzahnärztliche Betreuung wird beibehalten.